FAQ / Häufige Fragen
Warum entstehen Fassadenrisse?
Fassadenrisse gehören zu den häufigsten Schäden an verputzten Hausfassaden. Die gute Nachricht vorweg: Nicht jeder Riss ist ein Grund zur Sorge. Manche feinen Haarrisse sind rein optischer Natur, andere können jedoch ein Hinweis auf Bewegungen im Bauwerk oder Feuchtigkeitsschäden sein und sollten fachgerecht beurteilt werden.
Die häufigsten Ursachen für Fassadenrisse sind Temperaturwechsel, Feuchtigkeit, Schwindprozesse von Putz oder Mauerwerk sowie natürliche Bewegungen des Gebäudes. Im Sommer erwärmt sich eine dunkle Fassade oft auf über 60 °C, nachts kühlt sie wieder stark ab. Diese ständigen Spannungen führen dazu, dass sich Baustoffe ausdehnen und wieder zusammenziehen. Über viele Jahre können dadurch Risse entstehen. Auch unterschiedliche Baustoffe – beispielsweise Beton, Ziegel oder verschiedene Putzsysteme – arbeiten unterschiedlich stark und erzeugen Spannungen an Übergängen.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen oberflächlichen Putzrissen und bauwerksbedingten Rissen. Oberflächliche Haarrisse betreffen meist nur die oberste Putzschicht und sind häufig technisch unkritisch. Risse, die bis in den Untergrund reichen oder sich im Laufe der Zeit verändern, können dagegen auf Setzungen, Bewegungen des Bauwerks oder Feuchtigkeitseinwirkungen hinweisen. Deshalb sollte vor jeder Sanierung immer die eigentliche Ursache ermittelt werden. Ein einfaches Überstreichen beseitigt das Problem in vielen Fällen nicht dauerhaft. Hersteller wie Caparol und STO weisen ausdrücklich darauf hin, dass zunächst die Rissart bestimmt und anschließend das passende Sanierungssystem ausgewählt werden muss.
Bleiben Fassadenrisse über längere Zeit unbehandelt, kann Regenwasser eindringen. Besonders im Winter besteht dann die Gefahr von Frostschäden, Putzabplatzungen oder einer Schädigung der Armierung. Deshalb empfiehlt es sich, Risse frühzeitig kontrollieren und – wenn erforderlich – fachgerecht sanieren zu lassen.
Als Fachbetrieb beurteilen wir bei der Maler Spohn GmbH jede Fassade individuell. Wir unterscheiden zwischen unkritischen Haarrissen, sanierungsfähigen Putzrissen und konstruktiv bedingten Schäden. Je nach Befund kommen elastische Beschichtungssysteme, Rissarmierungen, Gewebeeinlagen oder eine partielle Putzerneuerung zum Einsatz. Unser Ziel ist dabei nicht nur eine optisch schöne Fassade, sondern vor allem eine dauerhaft geschützte Gebäudehülle.
Unser Tipp: Entdecken Sie neue Risse an Ihrer Fassade, warten Sie nicht mehrere Jahre. Eine frühzeitige Begutachtung spart häufig erhebliche Sanierungskosten und verhindert, dass aus einem kleinen Riss ein größerer Feuchteschaden entsteht.